Autor: Deutsche Gefäßliga e.V.

Europäisches Konsensuspapier betont: lp(a)-Bestimmung auch schon in jungen Jahren Die Bedeutung der Bestimmung des Lp(a) wurde im kürzlich erschienenen europäischen Konsensuspapier auf Grund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Langzeitdaten eindrucksvoll unterstrichen. Das Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse steigt bei erhöhtem lp(a) mit dem Lebensalter. In Bezug auf die Manifestation der Atherosklerose bei erhöhtem lp(a) ist zwar der Herzinfarkt besonders herauszustellen, aber auch das Risiko für Aortenklappenstenosen, Herzinsuffizienz und periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) mit hoher Amputationsrate ist dramatisch erhöht. Man weiß, dass verschiedene genetische Varianten mit einem besonders hohen Risiko verbunden sind. Aus all diesen Gründen wird im Konsensuspapier empfohlen, bei jedem…

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So schützen Sie sich vor einer Lungenembolie Atemnot, Brustschmerzen, Bewusstseinsverlust sind die ersten Folgen, wenn die Gefäße in der Lunge verstopft sind. Dann brauchen Sie schnelle Hilfe. Denn jedes Jahr erleiden in Deutschland 200.000 bis 400.000 Menschen eine Lungenembolie, rund 40.000 Menschen sterben daran. Das Risiko dafür ist stark altersabhängig, sagt der Internist und Gefäßmediziner Dr. Robert Klamroth: „Insgesamt trifft es in Deutschland pro Jahr von 100.000 Menschen etwa 100-200 Personen. Bei Menschen über 70 Jahren sind es dann schon 500 von 100.000.“ Eine Lungenembolie (Lungenarterienembolie) entsteht, wenn ein Blutgerinnsel ein oder mehrere Lungengefäße verstopft, also ein Teil der Lunge…

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Die gemeinsame weltweite Kampagne „MedSafetyWeek“ findet jedes Jahr im November statt mit dem Ziel, die Meldung von Verdachtsfällen von Nebenwirkungen unter einer Arzneimitteltherapie zu fördern. 2022 steht vom 7. bis 13. November die wichtige Rolle der Angehörigen der Gesundheitsberufe sowie der Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt: Mit ihren Meldungen tragen sie zur Sicherheit von Arzneimitteln bei. In Deutschland nehmen unter anderem das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) diese Meldungen entgegen und bewerten sie. Darüber hinaus sind Ärztinnen und Ärzte verpflichtet, der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) Nebenwirkungen von Arzneimitteln mitzuteilen,…

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„Wir alle müssen endlich mehr tun, damit evidenzbasierte Thromboseaufklärung zu den Menschen kommt“, forderte der wissenschaftliche Leiter des Aktionsbündnisses Thrombose Prof. Rupert Bauersachs, Frankfurt/Main, anlässlich des 9. Welt-Thrombose-Tages 2022. Eine Pro- & Contra-Debatte mit Expertinnen und Experten aus ambulanter und stationärer Versorgung in Berlin widmete sich in drei Schwerpunkten versorgungsrelevanten Fragen zu Thrombosetherapien, dem Gerinnungsmanagement und geeigneten Therapien für onkologische Patienten. Prof. Edelgard Lindhoff-Last, Frankfurt/Main, zufolge kann bei einer optimal verlaufenden konservativen Therapie einer tiefen Beinvenenthrombose (TVT) bei mehr als 90 % der Patienten ein klinisch relevantes postthrombotisches Syndrom als Langzeitfolge vermieden werden. Voraussetzungen dafür seien eine rasche Diagnosestellung innerhalb…

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Wer in Deutschland gesund altern möchte, sollte seine Blutgefäße frühzeitig schützen. Denn jedes Jahr erleiden 280.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt und 200.000 einen Schlaganfall. Viele Menschen leiden zudem an der sogenannten Schaufensterkrankheit, verursacht durch Verschlüsse in den Arterien und dadurch bedingter Durchblutungsstörungen in den Beinen. Diese Erkrankungen sind häufig eine Folge von Gefäßverkalkung, der Arteriosklerose. Und die ist oft vermeidbar. Ein Teil der Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten stirbt, die anderen schrammen knapp am Tod vorbei. Dabei wäre es möglich, Arteriosklerose durch rechtzeitige Kontrolle von Blutdruck und Cholesterin zum Großteil zu verhindern, indem man erhöhte Werte des sogenannten ‚schlechten‘ Cholesterins frühzeitig erkennt und…

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Auch ältere Menschen können sich durch sportliche Aktivitäten vor Herz-Kreislauf-Risiko und Krebs schützen und dadurch ihr Leben verlängern. Zu diesem Ergebnis kommt eine prospektive Beobachtungsstudie in JAMA Network Open, die 7 verschiedene Sportarten verglichen hat. Die meisten Menschen bewegen sich zu wenig. Dies gilt vor allem für ältere Erwachsene, die sich körperlich nicht mehr fit fühlen, oft an Gewicht zugenommen haben und im Ruhestand nicht mehr so stark gefordert werden. Die Folge der körperlichen Inaktivität könnte eine Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auch Krebserkrankungen und damit ein vorzeitiger Tod sein. Sportliche Aktivitäten könnten davor schützen. Forscher des US-National Cancer Institutes haben dies…

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In einer großen prospektiven Beobachtungsstudie in JAMA Internal Medicine  waren bereits wenige tägliche Schritte mit einem niedrigen Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und einem vorzeitigen Tod assoziiert. Besonders günstig wirkte sich körperliche Bewegung laut den in JAMA Neurology  publizierten Daten auf das Demenzrisiko aus. Insgesamt 78.500 Teilnehmer der UK Biobank, die seit 2006 Blutproben und Daten zu einer halben Million Briten gesammelt hatte, nahmen zwischen Februar 2013 und Dezember 2015 eine Einladung an, über 7 Tage einen Akzelerometer zu tragen, der die tägliche Schrittzahl registrierte. In den folgenden 7 Jahren wurden 10.245 Teilnehmer wegen kardiovaskulärer Ereignisse im Krankenhaus behandelt und 2.813 sind an…

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Millionen Menschen weltweit bewegen sich nicht genug und das hat verheerende Folgen: Im Zehnjahreszeitraum 2020 bis 2030 dürften fast 500 Millionen Menschen weltweit mangels Bewegung unter anderem Herzkrankheiten, Fettleibigkeit, Diabetes, Depressionen und Demenz entwickeln, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet. Die WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten körperliche Aktivitäten in der Woche für Erwachsene, um Krankheiten vorzubeugen. 27,5 Prozent der Weltbevölkerung erreichen dies nicht. In Ländern mit hohem Einkommen sei das Problem mit einem Anteil von etwa 36,8 Prozent doppelt so groß wie in Ländern mit niedrigen Einkommen (16,2 Prozent). Deutschland ist keineswegs Vorbild, sondern schneidet noch schlechter ab als der Durchschnitt…

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Eine softwaregestützte Auswertung von Fotos des Augenhintergrunds kann das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindestens so gut vorhersagen wie der „Framingham Risk Score“, ein Standardinstrument in der Kardiologie. Dies zeigen die Ergebnisse aus zwei prospektiven Beobachtungsstudien im British Journal of Ophthalmology (2022; DOI: 10.1136/bjophthalmol-2022-321842).Der Augenhintergrund ist der einzige Ort des menschlichen Körpers, an dem Arterien und Venen direkt sicht¬bar sind und auf nicht-invasive Weise untersucht werden können. Veränderungen im Kaliber der Arteriolen und Venolen, Kompression von Venen durch arteriosklerotisch verhärtete Arteriolen (Kreuzungszeichen) oder eine auffällige Schlängelung (Tortuositas) der Gefäße zeigen eine fortgeschrittene Schädigung des Gefäßsystems an.Diese Erkenntnisse sind nicht neu! Früher gehörte…

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Das Wissen um die Rolle von Lp(a) bei atherosklerotisch bedingten kardiovaskulären Erkrankungen und auch der Aortenklappenstenose hat sich in den letzten Jahren beträchtlich erweitert. Eine aktuelle Stellungnahme aus der Medizinischen Universität Innsbruck, vorgestellt beim Kongress der European Society of Cardiology (ESC) 2022 in Barcelona betont daher bei erhöhtem Lp(a) die Bedeutung eines intensiven Managements der anderen kardiovaskulären Risikofaktoren. Neuartige Therapien seien in der Pipeline, aber aktuell noch nicht verfügbar. Die Autorengruppe empfiehlt entsprechend der meisten Lipid-Leitlinien eine Senkung des LDL-Cholesterins mit Statinen, die Einstellung von Blutdruck und Glukose und die Modifikation von Lebensstilfaktoren. In der zeitgleich mit dem ESC-Kongress im…

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