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    Pro & Contra moderner Thrombose-Therapien

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    Das Bild zeigt, wie die Beine einer dicken Frau massiert werden.
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    „Wir alle müssen endlich mehr tun, damit evidenzbasierte Thromboseaufklärung zu den Menschen kommt“, forderte der wissenschaftliche Leiter des Aktionsbündnisses Thrombose Prof. Rupert Bauersachs, Frankfurt/Main, anlässlich des 9. Welt-Thrombose-Tages 2022.

    Eine Pro- & Contra-Debatte mit Expertinnen und Experten aus ambulanter und stationärer Versorgung in Berlin widmete sich in drei Schwerpunkten versorgungsrelevanten Fragen zu Thrombosetherapien, dem Gerinnungsmanagement und geeigneten Therapien für onkologische Patienten.

    Prof. Edelgard Lindhoff-Last, Frankfurt/Main, zufolge kann bei einer optimal verlaufenden konservativen Therapie einer tiefen Beinvenenthrombose (TVT) bei mehr als 90 % der Patienten ein klinisch relevantes postthrombotisches Syndrom als Langzeitfolge vermieden werden. Voraussetzungen dafür seien eine rasche Diagnosestellung innerhalb weniger Tage, eine konsequente und sofortige therapeutische Antikoagulation für mindestens drei bis sechs Monate und eine effektive Kompressionstherapie für mindestens sechs bis zwölf Monate: „Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, dann sind interventionelle Therapiemaßnahmen nur sehr selten (<10 %) nach frühestens sechs Monaten, nur bei Beckenvenenthrombosen und nur bei Auftreten eines schweren postthrombotischen Syndroms erforderlich“. Prof. Christian Erbel, Heidelberg, unterstrich die Bedeutung der richtigen Patientenauswahl für interventionelle Verfahren. Bei Patienten mit einer TVT und deutlicher Symptomatik ohne erhöhtem Blutungsrisiko könne ein interventioneller Ansatz helfen, die Symptome rasch zu bessern und die Schwere der Beschwerden langfristig zu reduzieren. „Hierbei sollte auf eine Lysetherapie möglichst verzichtet werden, um das Blutungsrisiko nicht zu erhöhen“, so Erbel.

    Antikoagulation nach VTE: Wie lange für welchen Patienten?

    Für Prof. Jan Beyer-Westendorf, Dresden, haben die meisten Patienten mit einer venösen Thromboembolie (VTE) ein relevantes Risiko für ein VTE-Rezidiv, wenn die Antikoagulation abgesetzt wird. Daher müsse für jeden Patienten eine standardisierte Abschätzung des VTE-Rezidiv-Risikos erfolgen, bevor die Antikoagulation beendet wird. „Durch die Möglichkeit einer niedrig dosierten
    Sekundärprophylaxe können heute sehr viele Patienten langfristig vor einer neuen VTE geschützt werden bei vertretbar niedrigem Blutungsrisiko“, so Beyer-Westendorf. Dr. Katja Mühlberg, Leipzig, unterstrich die Relevanz einer Antikoagulation und die Bedeutung einer Individualisierung der Therapie.
    Entscheidend sei die Thromboseursache, denn sie bestimme das Rezidivrisiko. Die Kunst bestünde darin, neben klassischen, weitläufig bekannten Thromboserisikofaktoren die weniger prominenten,
    transienten oder schwachen Faktoren so exakt wie möglich zu definieren, um in Abhängigkeit vom individuellen Blutungsrisiko eine individualisierte Strategie zu finden. Hierzu bedarf es standardisierter
    Empfehlungen, so Mühlberg. Die Fachgesellschaften arbeiten derzeit an klinisch relevanten und pragmatischen Empfehlungen. 50 % der Leitlinienempfehlungen seien bereits konsentiert, war in Berlin zu hören.

    Krebsassoziierte Thrombose – Tablette, Spritze oder beides?

    Wie Prof. Hanno Riess, Berlin, erläuterte, sind niedermolekulare Heparine (NMH) eine wirksame und sichere Therapieoption der tumorassoziierten Thromboembolie. Die subkutane Applikation erlaube eine rasche und gut steuerbare Antikoagulation ohne die Risiken von Wechselwirkungen mit Medikamenten oder Nahrungsstoffen. „Die niedermolekularen Heparine haben sich in vielen klinisch schwierigen Situationen bewährt, sie sind und bleiben unverzichtbar für die Antikoagulation von Krebspatienten“, so Riess. Prof. Ingrid Pabinger-Fasching, Wien, sieht durch spezielle Studien bei Krebspatienten eine gut gesicherte Datenlage in Bezug auf die Verwendung der direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) bei bestimmten Krebsarten. Beide Diskutanten stimmten darin überein, dass es für die aufgeworfene Frage kein „entweder oder“ geben könne. Sowohl seien die NMH unverzichtbar als auch zugelassene DOAK ein großer Zugewinn. DOAK böten insbesondere bei stabilen Tumorpatienten eine relevante Erweiterung der Therapiemöglichkeiten, so Pabinger-Fasching.

    Quelle: Aktionsbündnis Thrombose zum Welt-Thrombose-Tag 2022 „Pro & Contra moderner Thrombose-Therapien!“, 13.10.2022 in Berlin.

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