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Mehr als drei Millionen Menschen leiden in Deutschland unter chronischen Wunden.

Die Behandlung chronischer Wunden unterschiedlicher Genese stellt seit Jahrzehnten ein Problemfeld der Medizin dar. Im Management chronischer Wunden hat sich in den letzten Jahren unglaubliches getan. Für Patienten mit infizierten und chronischen Wunden gibt es neue erfolgversprechende Behandlungsoptionen. Man hat erkannt, daß auch auf diesem Feld die Kooperation verschiedener Fachrichtungen erforderlich ist und daß ambulante und stationäre Versorgung vernetzt werden müssen.
Einer der größten Fortschritte ist die Erkenntnis, daß sich die "feuchte Wundbehandlung" segensreich für die betroffenen Patienten auswirkt. Die Anwendung moderner Hydrokolloid- und Polyurethanverbände sind zum Standardverfahren geworden Ð eine Wende von der trockenen zur feuchten Wundbehandlung. Moderne Wundauflagen schaffen nicht nur dieses feuchte Wundmilieu, sie führen zu einer besseren Absorption von Sekret und verbessern den Wundheilungsverlauf.
Die enzymatische Wundreinigung spielt eine herausragende Rolle. Sie beschleunigt die abbauende und reinigende Phase der Wundbehandlung.
Wer hätte geglaubt, daß jemals Maden in der modernen Wundbehandlung eingesetzt werden. Sie sind zu wichtigen "Mitarbeitern" bei unserer täglichen Arbeit geworden. Sie spielen heute eine wichtige Rolle bei der Wundreinigung, sie tragen abgestorbenes Gewebe ab, ohne neue Wunden zu schaffen, sie deodorieren und sie fördern sogar die Wundheilung.
War früher die "offene Wundbehandlung" Standard, führen wir heute Vakuumversiegelungen durch.
Mit einem neuen Therapieansatz zur Wundheilung hält selbst die Gentherapie Einzug in die Therapie der modernen Wundbehandlung. Wir wollen Ihnen in auf unserer Webseite diese Fortschritte in der Wundbehandlung aufzeigen.
Ihr
Prof. Dr. med. C. Diehm
Vorsitzender der Deutschen Gefäßliga e.V.
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