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Neues aus der Wissenschaft
Akupunktur in der Schlaganfall-Rehabehandlung?
Eine schwedische Arbeitsgruppe untersuchte in einer randomisierten Studie die Wirksamkeit der Akupunktur in der Nachbehandlung von Schlaganfallpatienten. 150 Patienten, deren Schlaganfall 5 - 10 Tage zurücklag (aus 7 Universitätskliniken) wurden in die Untersuchung aufgenommen. Sie erhielten eine von drei möglichen Therapieformen jeweils zusätzlich zur konventionellen Standardtherapie. Die Gruppe A wurde regelmäßig zusätzlich mit einer Kombination aus Nadel- und Elektroakupunktur behandelt. Gruppe B erhielt eine transkutane elektrische Nervenstimulation von hoher Intensität und niedriger Frequenz. Gruppe C war eine Kontrollgruppe, die mit unterschwelliger TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation) therapiert wurde.
Die Patienten wurden in jeweils 2 Sitzungen pro Woche für die Dauer von 10 Wochen therapiert. Studienziele waren motorische Funktionen, Aktivitäten des täglichen Lebens, Fähigkeit zu Gehen, soziale Aktivität und Patientenzufriedenheit. Die Ergebnisse zeigten, daß sowohl bei Therapieende, als auch 1 Jahr später keine statistisch signifikante oder klinisch relevante Differenz zwischen den drei Gruppen festzustellen war. Nebenwirkungen wurden in keiner Gruppe beschrieben. Diese Studie wurde wissenschaftlich sehr exakt angelegt. Das Ergebnis ist für die Akupunktur enttäuschend. Die Akupunktur scheint keinen wirklich entscheidenden Beitrag zur Schlaganfallbehandlung zu bieten, wie die Autoren schlußfolgerten. (CD)
Studie in Hamburg: Alzheimerkranke haben Vitamin C sowie Vitamin E-Mangel im Blut und in der Gehirnflüssigkeit
Wie auf der 5. Hamburger Alzheimer-Tagung im Hamburg-Haus berichtet wurde, wurde in Hamburg gerade eine Pilotstudie mit Patienten mit Alzheimer-Demenz beendet. Bei Patienten mit einer Alzheimer-Demenz fand sich ein Zusammenhang mit einem Vitamin-C sowie Vitamin E-Mangel im Blut und in der Gehirnflüssigkeit. Etwa 1,2 Millionen Demenzkranke leben in Deutschland. 200.000 Menschen sterben an dieser bisher unheilbaren Krankheit jährlich. 50.000 erkranken neu daran. Bis zum Jahr 2010 werden in Deutschland nach Schätzungen der Alzheimer-Gesellschaft 1,7 Mio. Menschen an dieser Form der Demenz leiden. Bei der Studie in Hamburg wurden die Alzheimer-Patienten über einen Zeitraum von 4 Wochen mit Vitamin C und Vitamin E behandelt. Die Spiegel der Vitamine haben sich in der Gehirnflüssigkeit und im Blut deutlich erhöht. Die oxidativen Prozesse haben abgenommen. Fazit: Trotz der Ergebnisse dieser Studie bleibt festzuhalten, daß Alzheimer immer noch nicht heilbar ist. Zu den Risikogruppen gehören Menschen mit genetischer Prädisposition. Sicher spielen aber auch Umweltfaktoren, wie falsche Ernährung - z.B. zu viel Fleisch vom Grill - eine Rolle. Auch das hohe Alter ist natürlich ein Risikofaktor. Die tödliche Erkrankung beginnt meist mit harmlosen Gedächtnislücken. Am Ende verlieren die Betroffenen völlig die Kontrolle über ihre Körperfunktionen und können sich nicht mehr orientieren. (CD)
Neues aus der Schlafforschung Mittagsschlaf gut für Karriere
Wer in der Lage ist, regelmäßig einen Mittagsschlaf zu halten, hat deutlich bessere Karriere-Aussichten. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin ist davon überzeugt, daß Müdigkeit am Tage als Folge schlechten Nachtschlafs volkswirtschaftlich sehr teuer werden kann. Offenbar wird auch die Karriere günstig beeinflusst. (CD)
Längere Thromboseprophylaxe nach Krebsoperation
Nach einem chirurgischen Eingriff haben Krebspatienten ein fast doppelt so hohes Risiko für Thrombosen und Lungenembolien, wie Patienten ohne bösartige Erkrankungen. Darüber hinaus dauert bei dem betroffenen Krebspatienten die erhöhte Thromboembolieneigung postoperativ deutlich länger an. Eine neue Studie (ENOXAKAN-1) mit einem niedermolekularen Heparin (Enoxaparin) kann das Risiko für thromboembolische Ereignisse bei Krebspatienten deutlich reduzieren. Die Studie hat auch gezeigt, daß die postoperative Thromboseprophylaxe auf 4 Wochen verlängert werden sollte. In der ENOXAKAN-2-Studie bekamen 500 Patienten, die einer Krebsoperation unterzogen worden sind, entweder eine Prophylaxe mit einer zweimaligen täglichen Injektion eines niedermolekularen Heparins über einen Zeitraum von 9 Tagen und eine andere Gruppe über 28 Tage. Bei den Patienten mit verlängerter Prophylaxe betrug die Rate von Thrombosen und Lungenembolien 5 %, nach Kurzzeitprophylaxe waren es dagegen 12 %. Die Blutungskomplikationen waren bei einer verlängerten Prophylaxe identisch. Die Gesamtauswertung aus mehreren Studien hat darüber hinaus gezeigt, daß zumindest im ersten Jahr nach der Operation die Sterblichkeit von Krebspatienten, die niedermolekulare Heparine erhalten haben, um 1/3 bis die Hälfte geringer ist, als nach einer Prophylaxe mit unfraktioniertem Heparin oder mit Marcumar. (CD)
Nach Stent: 30 % weniger Herztode durch Ergometertraining
Auf dem Europäischen Kardiologenkongress in Stockholm (1. - 4.9.2001) wurde eine Studie vorgestellt, die zeigt, daß nach einer Stent-Implantation bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung durch ein dreimaliges Ergometertrainung pro Woche von einer deutlich höheren Lebensqualität profitieren und das Training zu einer beträchtlichen Reduktion der Todesfälle führt. Die Italienische Studie wurde an 118 Patienten mit koronarer Herzerkrankung und einem durchschnittlichen Alter von 57 Jahren durchgeführt. 90 Männer und 28 Frauen hatten sich zuvor einer Stent-Operation oder einer Dilatation der Herzkranzgefäße unterzogen. Die Hälfte der Studienteilnehmer nahm an einem 6-monatigen Trainingsprogramm teil. Dreimal pro Woche absolvierten sie einstündiges Training mit Streching und einem anschließenden Fahrradergometertraining. Die Patienten in der Kontrollgruppe verzichteten auf Sport. Die Rate der Herz-Kreislauftodesfälle (Herztod, Herzinfarkt sowie erneute Dilatation an den Herzkranzgefäßen und Bypass-OP) war in der Trainingsgruppe nach durchschnittlich 33 Monaten deutlich niedriger, als in der Kontrollgruppe. Dies bedeutete eine relative Risikoreduktion von 30 %. In der Sportgruppe mußten 18 % der Patienten erneut ins Krankenhaus, in der Kontrollgruppe 46 % der Patienten. (CD)





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