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Im frühen Stadium bilden Gehtraining und spezielle Gymnastik die Grundlage der Behandlung. Zielsetzung ist, die Beschwerden zu verringern und die Gehstrecke zu verlängern. Durch ein spezielles, regelmäßiges Gehtraining kann erreicht werden, dass sich die kleinen Gefäße, die um das verengte Gefäß herum liegen, erweitern und so mehr sauerstoffreiches Blut in die Beinmuskulatur transportieren können. Es bilden sich die sogenannte Kollateralen (Umgehungskreisläufe). Dazu bedarf es allerdings einer gewissen Zeit und vor allen Dingen eines regelmäßigen Trainings.
Wichtig: das Programm sollte mit Ihrem Arzt abgestimmt sein, denn bei Ruheschmerzen oder wenn schon Gewebe untergegangen ist, kommt das Bewegungstraining in der Regel nicht mehr in Frage.
Gerade die Bewegung zu üben, die doch Schmerzen hervorruft, erscheint widersprüchlich. Aber das regelmäßige Training ist erwiesenermaßen sehr wirksam. Es führt unter anderem zur Bildung neuer Blutgefäße, die einen verstopften Gefäßabschnitt umgehen und die Muskulatur wieder mit Sauerstoff versorgen können. Die Schmerzen nehmen ab, die mögliche Gehstrecke wird oft erheblich verlängert.
Abbildung: Armergometer
Neuere Untersuchungen aus den USA haben gezeigt, dass auch ein Training mit einem Armergometer die Bildung von Umgehungskreisläufen - auch in den Beinarterien - anregt.
Grundsätzlich gilt: Gehstrecke, Gehgeschwindigkeit und Gehdauer müssen der individuellen Leistungsfähigkeit angepasst werden, das Gehtraining darf nicht zu starken Schmerzen führen. Deshalb ist ein Intervalltraining sinnvoll. Das heißt: man hält an, kurz bevor Schmerzen auftreten, ruht sich ein wenig aus, nimmt dann das nächste Stück in Angriff, macht wieder Pause und so weiter.
Ein solches Training sollte täglich während eines 1 - 2stündigen Spazierganges durchgeführt werden. Sie werden sehen, mit der Zeit wird es Ihnen immer leichter fallen.
Gut geeignet sind auch Radfahren, Treppensteigen oder die Zehenstandsübungen. Sie stellen sich immer wieder auf Ihre Zehenspitzen, ebenfalls bis zum Schmerzbeginn, machen eine Pause und beginnen von vorne. Für das gesamte Bewegungstraining gilt: Regelmäßigkeit ist wichtiger als Intensität.
Sie können sich auch einer Gefäßsportgruppe anschließen. Gehtraining und gymnastisches Übungsprogramm werden dort unter fachlicher Anleitung absolviert.
In der Gruppe macht das Training Spaß und Sie trainieren unter fachlicher Anleitung.
Trainieren in einer Gefäßsportgruppe
Durch speziell ausgebildete Trainer wird zunächst Ihre schmerzfreie und maximale Gehstrecke bestimmt. Während des Gefäßtrainings wird Ihr Trainer darauf achten, dass Sie 2/3 Ihrer schmerzfreien Gehstrecke zurücklegen und dann pausieren, obwohl noch kein Schmerz aufgetreten ist. Nach einer kurzen Pause von mindestens 2 Minuten, gehen Sie wieder zügig 2/3 Ihrer Gehstrecke. Zwischendurch werden gymnastische Übungen durchgeführt, damit Sie sich entspannen und die Muskulatur wieder gelockert wird.
Durch dieses spezielle Gehtraining werden die kleinen Gefäße im Bereich des Ober- und Unterschenkels rascher erweitert, es bilden sich Umgehungskreisläufe zu den großen verschlossenen Gefäßen. Voraussetzung dafür ist ein konsequentes und mindestens 6 Monate andauerndes Training.
Nutzen Sie jede Gelegenheit, sich regelmäßig und oft auch außerhalb des Trainings zu bewegen!

Führen Sie 3 - 4 mal täglich Zehenstandsübungen durch
Fördern Sie durch Wadendehnung die Beweglichkeit im Fußgelenk
Lockerung der Beinmuskulatur
Benutzen Sie so oft wie möglich die Treppe, statt den Aufzug. Schwimmen und Tanzen ist ein gutes Gefäßtraining. Radfahren ist sehr empfehlenswert.
Den Inhalt dieser Seite finden Sie auch in unserer Broschüre für Patienten mit Schaufensterkrankheit, die Sie bei uns per E-Mail anfordern können oder Ihnen hier als PDF zum Download zur Verfügung steht.

Gehtraining:
die Basistherapie der
Schaufensterkrankheit
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Möchten Sie selbst eine Gefäßsportgruppe oder eine Selbsthilfegruppe gründen, helfen wir Ihnen gerne dabei!
Webseite aktualisiert am 28. August 2011
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