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Ausschreibung des Karl und Hilde Holzschuh-Preises für Komplementärmedizin"
Ausschreibung: 30. Oktober 2010
Die Karl und Hilde Holzschuh-Stiftung vergibt jährlich den Holzschuh-Preis für Komplementärmedizin. Vor dem Hintergrund der eigenen positiven Erfahrungen war es den Stiftern wichtig, den Erhalt und die Weiterentwicklung der Naturheilverfahren und der Komplementärmedizin zu unterstützen. Deshalb fordert der Stiftungszweck die Unterstützung von Personen oder Vereinigungen, die durch Wissenschaft und Forschung für die Förderung der biologischen Medizin in Deutschland eintreten. Mit der Preisverleihung soll ein Teil dieses Auftrags erfüllt werden.
Der Preis in Höhe von EUR 5.000,- wird jährlich ausgeschrieben.
Teilnahme:
Bewerben können sich:
- Angehende Ärzte, die sich mit einer Arbeit/ Abschlussarbeit/ Promotion in besonderem Maße Themen und Fragestellungen aus dem Bereich der Naturheilkunde und Komplementärmedizin widmen
- Wissenschaftler und Ärzte in Praxis und Klinik sowie Universitäten, die mit ihren Forschungsprojekten zur besseren Integration der Naturheilverfahren und Komplementärmedizin in die Klinik beitragen
- Naturwissenschaftler und Pharmazeuten, die mit ihrer Arbeit zu einer erhöhten Verbrauchssicherheit im Bereich der Arzneimittel beitragen
Einsendeschluss: 15. März 2011 (Poststempel)
Umfang und Ausfertigung:
Die Dimension der Arbeit soll (bei einer Schriftgröße von z.B. Arial 11) maximal 10 Seiten plus ggf. Literaturverzeichnis nicht überschreiten. Publikationen die vor März 2009 veröffentlicht wurden, können nicht berücksichtigt werden.
Die Arbeit ist in fünffacher Ausfertigung einzureichen bei:
Hufelandgesellschaft e.V.
Dachverband der Ärztegesellschaften
für Naturheilkunde und Komplementärmedizin
Stichwort: Holzschuh-Preis 2010
Chausseestr. 29
10115 Berlin
Nominierung und Preisverleihung:
Über die Vergabe des Preises entscheidet ein unabhängiges, von der Hufelandgesellschaft und der Holzschuh-Stiftung zusammengestelltes Gremium, dessen Beschluss unanfechtbar ist. Der Rechtsweg bleibt ausgeschlossen.
Die Nominierung und Preisverleihung ist im Oktober 2011 im Rahmen der Medizinischen Woche in Baden-Baden vorgesehen.
Neue S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit
Neue Leitlinie für die Praxis!
Die Periphere Arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) gehört zu den häufigsten Gefäßerkrankungen im klinischen Alltag. In den letzten Jahren haben sich hinsichtlich der Erkrankung vielfältige neue Erkenntnisse ergeben.
Die Häufigkeit der PAVK ist altersabhängig und steigt mit höherem Lebensalter an. Ab 65 ist jeder fünfte betroffen, wie die getABI-Studie belegt hat. Die Patienten haben eine schlechte Prognose und sie sind häufig unterdiagnostiziert und unterversorgt.
Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Curt Diehm und Dr. med. Holger Lawall, beide vom SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach und Mitglieder in Vorstand und Beirat der DGA (Deutschen Gesellschaft für Angiologie, Gefäßmedizin) wurden soeben neue Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) erstellt. Diese Leitlinien richten sich gezielt nach deutschen Gegebenheiten und bietet erstmalig für die betroffenen Patienten, die behandelnden Hausärzte und Fachärzte sowie Gefäßspezialisten, die Kostenträger und weitere Beteiligte im Gesundheitswesen eine wissenschaftlich fundierte Aussage mit Behandlungsempfehlungen zum Management von Patienten mit PAVK.
23 Fachgesellschaften und Organisationen erarbeiteten diese neuen Leitlinien. Die Deutsche Gefäßliga war als Patientenvertreter bei der Erstellung dabei. Die Leitlinie ist vor kurzem unter der Homepageseite der AWMF-online.de (AWMF-Leitlinien-Register Nr. 065/003, Entwicklungsstufe 3+IDA) publiziert worden.
Link AWMF - Uni Düsseldorf ...
Link AWMF-Leitlinien-Register ...
Aufklärungskampagne:
Was ist PAVK?
Was ist die Schaufensterkrankheit?
- Was verstehen wir unter PAVK
- Wie die PAVK Ihr Leben beeinflusst
- Welche Symtome hat die PAVK
- Wer hat ein erhöhtes Risiko, eine PAVK zu bekommen
- Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für die PAVK?
Im Rahmen dieser Kampagne fanden am 24. und 25. Juni 2008 zwei Veranstaltungen für Patienten und Ärzte in Heidelberg statt.
Mehr Infos auf der Webseite der Aufklärungskampagne
www.was-ist-pavk.de
Info für Ärzte!!!
Clopidogrel für alle Patienten verordnungsfähig
Eine Entscheidung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vom 5. März 2007 stellt jetzt sicher, dass alle Patienten welche aus medizinischer Sicht auf Clopidogrel angewiesen sind, dieses auch weiterhin in den zugelassenen Indikationen verordnet bekommen können.
Die zugelassenen Indikationen von Clopidogrel (Plavix®, Iscover®) umfassen die Prävention von atherothrombotischen Ereignissen bei
- Patienten mit Herzinfarkt (wenige Tage bis 35 Tage zurückliegend)
- Patienten mit ischämischem Schlaganfall (7 Tage bis 6 Monate zurückliegend)
- Patienten mit nachgewiesener peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK)
Ferner ist Clopidogrel für Patienten mit akutem Koronarsyndrom verordnungsfähig bei:
- Akutem Koronarsyndrom ohne ST-Strecken-Hebung (instabile Angina pectoris oder Non-Q-Wave Myokardinfarkt in Kombination mit Azetylsalizylsäure (ASS).
- Myokardinfarkt mit ST-Strecken-Hebung in Kombination mit ASS bei medizinisch behandelten Patienten, für die eine thrombolytische Therapie in Frage kommt.
Fazit: Die Entscheidung des BMG im Sinne der ärztlichen Therapiefreiheit und des uneingeschränkten Zugangs von Patienten zu innovativen und wirksamen Medikamenten wird von uns sehr begrüßt. (HR)
Neue Therapieoption zur Behandlung der Schaufensterkrankheit
In Deutschland leiden ca. 5 Millionen Menschen an Durchblutungsstörungen der Becken-Beinarterien. Medizinisch heißt die Erkrankung "periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)", im Volksmund ist sie auch als "Schaufensterkrankheit"bekannt. Die Betroffenen können nur noch unter Schmerzen gehen und damit buchstäblich mit ihrem sozialen Umfeld nicht mehr "Schritt halten". Bislang wurden die Betroffenen vornehmlich mit Thrombozytenfunktionshemmer wie Azetylsalizylsäure (ASS) oder Clopidogrel behandelt, die allerdings keinen Einfluss auf die Gehstreckenverlängerung haben.
Seit Januar 2007 steht diesen Betroffenen nun eine neue Behandlungsoption in Form einer Tablette zur Verfügung: der Wirkstoff Cilostazol (enthalten in PLETAL®) setzt gleich an drei Angriffspunkten an.
- 1. Er hemmt die Einsprossung der glatten Gefäßmuskulatur - das Gefäß bleibt damit weit.
- 2. Er stärkt die Wirkung von Prostazyklin - eines in der Gefäßwand gebildeten Stoffes, der die glatte Gefäßmuskulatur entspannt. Auf diese Weise wird die Funktion der Gefäßinnenwand verbessert und das Gefäß erweitert - das Blut kann wieder besser fließen.
- 3. Er hemmt die Aktivierung von Thrombozyten und damit auch das Verkleben dieser Blutplättchen (Thrombozytenfunktion).
Diese Dreifachwirkung kann die Gehstrecke deutlich verlängern - in klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass sich die Gehstrecke sogar verdoppelt lässt. Zudem konnten die Schmerzen gelindert und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden. Auch das wurde in klinischen Studien nachgewiesen.
Cilostazol bietet PAVK-Betroffenen damit eine Chance, mit ihren Mitmenschen wieder "Schritt halten" zu können. (HR)
Webseite aktualisiert am 3. März 2011




